Archiv der Kategorie 'Freilaufende Idioten'

14
Jan
10

Eiselfe

Ein Minirock und Stöckelschuhe können sicherlich sehr zur eleganten Ausstrahlung einer Frau beitragen. Im Prinzip.

Bei Schnee, Glatteis und Minusgraden jedoch leidet die Eleganz mithin darunter, dass die Trägerin nur mit äußerster Mühe eine halbwegs senkrechte Körperhaltung und eine -wenn auch nur minimal konstante- Fortbewegungsrichtung aufrecht erhalten kann. Was mir jedoch vorhin erst im Supermarkt ungebremst entgegen- und später auf Leipzigs Straßen vorneweg schlitterte und kraxelte wie Pinocchio vor der Erfindung des Kniegelenks, hatte mit Eleganz nur insofern etwas zu tun, als dass es sie schlichtweg negierte.

19
Dez
09

Ein Sieg der Dummheit

Tagesschau “Schlusslicht” über Warnhinweise in den USA:

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/warnwahn104.html

01
Dez
09

Disney-Bombe

Die Amerikanische Bomben-Paranoia ist ja nun hinlänglich bekannt. Oder sie sollte es zumindest sein. Ein 37-jähriger Leipziger hielt es aber dennoch für eine lustige Idee, beim Betreten des “Walt Disney World” Parks in Orlando darauf hinzuweisen, dass er zwei Bomben im Rucksack habe.

Hatte er nicht. Aber ein Gerichtsverfahren und eine Kaution von 10.000 US-$, die hat er jetzt.

–> Zur Zeitungsmeldung

24
Aug
09

… warum er einen Turban trägt

Dieses Video zeigt einen Studenten, der sich durch seinen Einfallsreichtum hervortut, wenn es darum geht, eine Automatiktür zu durchqueren. Buchstäblich.

27
Jul
09

Frechheit siegt!

In unserem Haus mit ungefähr 40 Parteien gibt es einen Waschraum mit einer Waschmaschine, die jeder Bewohner nutzen darf, wenn er auch dafür zahlt. Vor dem Waschraum gibt es eine große Liste, in die man sich eintragen sollte (!), wenn man waschen möchte. Natürlich sind Mittagspausen und Sonntage gar nicht erst auf der Liste vorhanden, so dass man auch nicht auf dumme Gedanken kommt.

Eigentlich ist diese Liste nicht besonders begehrt und von den vielen Parteien hat die Mehrzahl eine Waschmaschine in der Wohnung, so dass man relativ kurzfristig auch mal eine Maschine Wäsche anstellen kann. In den “Sommer”tagen allerdings läuft die Maschine ständig und man muss sich anstrengen, auch mal an der Reihe zu sein. Deswegen habe ich mich extra schon vor 5 Tagen für heute Morgen eingetragen. Nicht zu übersehen ist der Eintrag: 8.00 – 11.00 Uhr.

Um 8:02 Uhr komme ich die Treppe in den Keller heruntergelaufen, eine mir auch nach 9 Monaten Wohnen noch nicht bekannte Hausmitbewohnerin kommt mir mit Waschmittel und leerem Wäschekorb entgegen. Ich frage höflich, ob die Waschmaschine frei ist. Ihre Antwort: “Nö, da habe ich gerade eine Maschine angestellt.”

Nach der ersten Wut und ein paar bösen Worten, wozu denn wohl diese dämliche Liste da sei, frage ich mich inzwischen, wer hier der Depp ist. Frechheit siegt, so einfach ist das. Wozu in die Liste eintragen, wenn ich einfach 5 Minuten vor der Zeit eine Maschine anstellen kann, schließlich hat ja jeder einen Schlüssel zu dem Raum?

Die Worte dieser Dame allerdings machen den Tagesanfang auch nicht schöner: “Ich habe sooo viel Wäsche da oben und fahre heute noch weg und die Maschine läuft ja auch nur 1,5 Stunden…” – Ja, genau. Ich habe nämlich auch ganz viel Wäsche und fahre heute auch noch weg. Meine Maschine läuft aber nur 55 Minuten, um es genau zu sehen.

Aber über die Menschen in diesem Hause gibt es sowieso noch viele weitere Geschichten zu erzählen…

24
Jul
09

Klingelingeling, klingelingeling, hier kommt der Eierkopp

Vergangene  Nacht gegen 02 Uhr wurden meine Liebste und ich davon geweckt, dass jemand unetwegt bei uns klingelte. Gut, beim ersten Mal ist man noch nicht wach, beim zweiten Mal denkt man, es sind wieder ein paar besoffene Idioten, die aus dem Automatencasino im Haus nebenan kommen und sich die Raucherpause damit vertreiben, Leute zu ärgern. Aber wenn das Geklingel sich über mehrere Minuten hinzieht, wird man ja doch stutzig. Es könnte ja tatsächlich für uns sein.

War es aber nicht…
Die Vermutung mit den besoffenen Idioten stellte sich dann als korrekt heraus. Offenbar haben zwei angehende Nachbarn noch keinen Wohnungsschlüssel zu der WG ein Stockwerk über uns. Und da ihr Mitbewohner sie nicht hereinließ (oder sie sich nicht mehr an en Namen erinnern konnten?), haben sie halt bei uns geklingelt. Sehr schlau. Wir sind ja auch die Hausmeister oder Nachtwächter.

Es verwundert natürlich nicht, dass der – vermutlich gar nicht anwesende – WG-Mitbewohner auch auf direktes Rufen und Klopfen an der Wohnungstür nicht reagierte. Wir schon. Nach einer weiteren guten Viertelstunde Radau im Treppenhaus und einer grenzwertig sinnbefreiten Diskussion habe ich die zwei rausgeschmissen. Sie würden ja erst ab September hier wohnen, sagten sie, aber sie hätten halt in der Nähe gefeiert und wollten nach der Party gerne schon mal hier pennen. Gutes Stichwort! — Pennen wollten wir eigentlich auch ….

17
Feb
04

Der Kunde, mein Feind

Ort: Wien, Buslinie 13 A, Montag Nachmittag.

Wir warten bei der Station und haben’s schon etwas eilig. Der Bus kommt und Christoph steigt vor mir ein, um sich noch eine Fahrkarte um 2 Euro zu kaufen. Sein Kleingeld: Eine 1-Euro-Münze, vier 20-Cent-Münzen, 4 5-Cent-Münzen. Er verlangt die Fahrkarte und hält dem Fahrer das Geld auf der flachen Hand hin, damit der gleich sieht, dass er’s genau hat.

Der Fahrer, auf seinem Gesicht ein Reden’S-mi-ned-an-Ausdruck, blickt die Münzen an und sagt: “Kupfermünzen nimm’ i ned.” Da gibt’s keine Diskussion, wir müssen wieder aussteigen. Fuchsteufelswild läuft Christoph in die Bäckerei um zu fragen, ob man ihm die dummen 5 Cent Münzen nicht auf 2 Zehnerln wechseln kann. Nein geht nicht, wenn man nichts kauft, also laufen wir zurück zum Bus (wir haben’s wirklich schon eilig), und der freundliche Fahrer macht uns nicht einmal mehr die Tür auf und fährt weg. Trottel.

Und da fragt man sich, warum die Wiener Linien niemand leiden kann.

motz

02
Feb
04

nicht mit mir!

Hähä! :D Hab ich gerade Spaß gehabt: Ich war mal wieder einkaufen. Nein, nicht bei Wiewel, sondern bei Kaisers, und seh mit Begeisterung, dass mein Lieblingskaffee von 3,29 auf 2,49 Euro reduziert ist. Nicht schlecht, denk ich, pack zwei Päckchen ein und hab in Gedanken schon 1,60 Euro gespart. An der Kasse dann das Unerwartete: ein recht hoher Rechnungsbetrag, der Jan zur Intervention zwingt. “Mooo-ment, Sie haben mir den vollen Preis für den Kaffee berechnet. Der ist aber im Angebot. Kann es sein, dass Sie sich da vielleicht vertan haben?” aufgeregt Die Dame an der Kasse kann es nicht glauben, sieht sich angesichts des penetranten Kunden dann aber doch genötigt, in den hinteren Ladenbereich zu entschwinden und mit einer Kollegin wiederzukommen. Der Betrag wird storniert, ich bekomm neben einem genervten Blick auch 1,60 Euro zurück. Und sie meine Quittung: “Haben Sie das denn jetzt auch in der Kasse geändert?”

Es ist immer wieder interessant, Leute zu beobachten, die sich um Fassung mühen. Die Kollegin springt ihr bei, bemerkt, der Kaffee sei eigentlich gar nicht mehr reduziert gewesen. Sie hätten nur vergessen, das Schild abzunehmen.

Ah ja, denke ich mir. Gut, dass ich schon beim Edeka-Markt Bramlage (damals an der Boeselagerstraße) gelernt habe, mir Sonderangebote zu merken und falsch programmierte Kassen zu reklamieren. Da kam das nämlich regelmäßig vor.

Komisch ist nur, dass mir eine Supermarktkasse noch nie zu wenig berechnet hat — etwa, weil sie das Sondernagebote der letzten Woche noch intus hatte. Sollte da etwa sowas wie Berechnung hinter stecken?

28
Jan
04

Dwarslöper Depp

Bei den allseits beliebten Darwin Awards werden ja Leute ausgezeichnet, die der Menschheit dadurch einen großen Dienst erwiesen haben, dass sie sich und ihre Gene auf originelle Weise aus dem Genpool entfernt haben. Immer wieder wird auf der Homepage der DA diskutiert, ob Nominierungen von Leuten zulässig sind, die durch mehr oder weniger böswillige und mehr oder weniger absichtliche Fortpflanzung ihr Genmaterial bereits verbreitet haben.

Gestern auf dem Weg zur Uni hat eine potentielle Preisträgerin mir gezeigt, was man tun kann: Postnatale Abtreibung.
Wie sonst kann man sich erklären, dass eine durch ihre kuturell-religiös bedingte Kopftracht im Sichtfeld stark eingeschränkte Mutter ihr (aus einem lebenserhaltenden Instinkt heraus) verständlicherweise renitentes Fortpflanzungsprodukt 30 Meter vor einer (roten) Fußgängerampel über eine stark befahrene sechsspurige Straße schleift, ohne nach rechts oder links zu blicken?




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