Archiv der Kategorie 'Institutionalisierte Idiotie'

27
Dez
09

Millionenidiotie

Die deutschsprachige Wikipedia feiert sich gerade selbst für das Überschreiten der 1-Million-Artikel-Marke. Und — typisch Wikipedia, der einmillionste Artikel bekommt prompt einen Löschantrag. Genau das ist es, was Wikipedia ausmacht. Löschwahn und fruchtlose Relevanzzankereien, die überwiegend von denjenigen betrieben werden, die von nichts eine Ahnung aber zu allem eine Meinung haben eine Enzyklopädie besser lesen als schreiben sollten.

01
Sep
09

T-Error-Komm

Heute früh um kurz nach 8 klingelt das Telefon und ein etwas begriffsstutziger Mann, der sich zunächst nicht weiter vorstellt, lässt sich drei Mal bestätigen, dass ich wirklich der Herr W. sei, der Anschlussinhaber. Nachdem ich im dies glaubhaft genug gemacht habe, stellt er sich dann vor als Mitarbeiter der Telekom Kundenbetreuung. Man wolle wissen, ob ich denn ein zufriedener Kunde sei.

“Oh ja”, entgegne ich, “ich bin schon seit 2007 kein Telekom-Kunde mehr und genau deswegen zufrieden.”

Klick.

Dass die Knilche nicht von der allerschnellsten Sorte sind, weiß ich ja zur Genüge. Das sind Erfahrungen aus diversen Aufträgen und Störungsmeldungen. Aber 20 Monate nach der Kündigung noch Kundenzufriedenheits-Blödeleienvom Stapel zu lassen istschon etwas zu deppert.

24
Aug
09

… warum er einen Turban trägt

Dieses Video zeigt einen Studenten, der sich durch seinen Einfallsreichtum hervortut, wenn es darum geht, eine Automatiktür zu durchqueren. Buchstäblich.

27
Jul
09

unvorhersehbare Fahrgastwünsche

In den WN von heute ist die Rede von einer Rentnerin, der die Mitfahrt in einem Linienbus verwehrt wurde, weil sie ihr Ticket nicht entwerten konnte. Dies war allerdings weniger Schuld der Dame als vielmehr die streikenden Entwerter im Bus.

Interessant ist dabei die Idiotie, die im System steckt. Die Sprecherin der Stadtwerke Münster, befragt von der Tageszeitung, räumte ein, dass ein Rausschmiss sicherlich nicht die beste Lösung sei.

Zu dem Tipp, die Fahrer könnten in den Bussen die Tickets per Hand entwerten, kann sie aber jetzt schon sagen: „Das stimmt nicht. Das ist technisch nicht vorgesehen.“

Doch was man tut, wenn Automaten streiken, werden die Stadtwerke intern noch klären.

01
Apr
04

Allegro langsam

Das Historische Seminar der Uni Münster hat ganze zwei Rechner im Katalogsaal stehen. Die stehen da, damit man auf Allegro zugreifen kann. So heißt der digitalisierte Katalog. Mit Geschwindigkeit hat das nicht viel zu tun, kurz: Die Rechner sind sehr alt und sehr behäbig. Aber ist ja auch Geschichte, nicht Musik. Und Geschichte hat Zeit.

Ich hatte mir die Signatur eines Buches notiert, das ich in der noch recht frisch renovierten und neu organisierten Institutsbibliothek zu finden hoffte. Nach vier Minuten indes gab ich die Suche auf, vermutete einen Fehler meinerseits, und wollte die Angaben “mal eben” überprüfen.

Pech: Vor dem einen sitzt eine Studentin, intensiv mit Bibliographieren beschäftigt, wogegen nichts zu sagen ist. Ich mag engagierte Studenten. Was mich allerdings nervte, war die blöde Planschkuh, die den anderen Rechner in Beschlag genommen hatte, um zu surfen und nette Emails zu schreiben.

Um meinen Ärger zu verstehen, muss man wissen, dass sich nur ein Geschoss unter uns ein recht gut ausgestatteter Computerraum befindet, wo man das ungestört und stundenlang tun kann. Interessiert keinen. Wirklich nicht. Ich habe das schon ausprobiert.

Hier allerdings, in der Geschichte, wo es nur zwei Rechner gibt, fand ich das ne ziemliche Unverschämtheit. Ich nahm mir vor, fünf Minuten geduldig zu warten. Nach zwei Minuten wurde ich unruhig, nach drei Minuten überfiel mich ein bisher nicht bekanntes Räuspern, nach vier Minuten trommelte ich mit den Fingern auf den Schreibtisch. Planschkuh allerdings surfte weiter — vollkommen unbeeindruckt.

Ich frag mich jetzt nur, wer der Depp in dieser Geschichte ist. Planschkuh? Oder ich, weil ich mich noch nicht einmal getraut habe zu fragen, ob das, was sie da schreibe, wenigstens nen wissenschaftlichen Bezug hat?

24
Mar
04

und das an einer hochschule

im neuen “großen” vorlesungsverzeichnis der WWU sind die gesamten veranstaltungs- und personal-informaionen des gesamten fachbereichs 9 nicht die vom sommer 2004, sondern die vom sommer 2003. wer auch immer das verbrockt hat – er oder sie wird wohl (hoffentlich) gehörig ärger bekommen …

17
Feb
04

Der Kunde, mein Feind

Ort: Wien, Buslinie 13 A, Montag Nachmittag.

Wir warten bei der Station und haben’s schon etwas eilig. Der Bus kommt und Christoph steigt vor mir ein, um sich noch eine Fahrkarte um 2 Euro zu kaufen. Sein Kleingeld: Eine 1-Euro-Münze, vier 20-Cent-Münzen, 4 5-Cent-Münzen. Er verlangt die Fahrkarte und hält dem Fahrer das Geld auf der flachen Hand hin, damit der gleich sieht, dass er’s genau hat.

Der Fahrer, auf seinem Gesicht ein Reden’S-mi-ned-an-Ausdruck, blickt die Münzen an und sagt: “Kupfermünzen nimm’ i ned.” Da gibt’s keine Diskussion, wir müssen wieder aussteigen. Fuchsteufelswild läuft Christoph in die Bäckerei um zu fragen, ob man ihm die dummen 5 Cent Münzen nicht auf 2 Zehnerln wechseln kann. Nein geht nicht, wenn man nichts kauft, also laufen wir zurück zum Bus (wir haben’s wirklich schon eilig), und der freundliche Fahrer macht uns nicht einmal mehr die Tür auf und fährt weg. Trottel.

Und da fragt man sich, warum die Wiener Linien niemand leiden kann.

motz

09
Feb
04

der feine Unterschied

heute nachmittag, kurz nach 16 uhr, zwischen der ULB, der jura und der petrikirche:
studentin A zu studentin B: “gibt es hier eigentlich irgendwo einen zip-pool?”
mit weichem “z”.

ob man in solchen computer-räumen nur dateien zusammenpacken kann?




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